Dynamische Entwicklung in der Westschweiz, in Québec und im Vereinigten Königreich

Pierre-André Léchot, Mark Williamson und Laurent Gerber berichten begeistert von den bedeutenden Fortschritten der JC2033-Bewegung in ihren Regionen.

Sechs Jahre vor dem Jubiläum der Auferstehung setzt JC2033 seine Entwicklung in zahlreichen Ländern fort. Hier sind drei Erfahrungsberichte, die anlässlich des internationalen Botschaftertreffens in Burtigny (14.–16. Mai 2026) gesammelt wurden. Es handelt sich um Mark Williamson aus dem Vereinigten Königreich, Laurent Gerber aus Québec und Pierre-André Léchot aus der Westschweiz. Sie weisen darauf hin, dass die Einheit der Christen, das gemeinsame Zeugnis und die Feier des auferstandenen Christus mächtige Hebel sind, um die Mission der Kirche in der heutigen Welt zu erneuern.
 

Großbritannien: Die Vision von JC2033 vorantreiben

Im Vereinigten Königreich hat JC2033 im vergangenen Jahr bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Laut Mark Williamson, Botschafter der methodistischen Konfession, hat sich das, was bis vor kurzem noch eine kleine Gruppe von drei Botschaftern war, zu einem schnell wachsenden Netzwerk entwickelt, das von zahlreichen christlichen Organisationen unterstützt wird. 

Die Rahmenbedingungen im Vereinigten Königreich bieten dank einer langen Tradition der Zusammenarbeit zwischen den Kirchen einen günstigen Nährboden. Der gewählte Ansatz besteht darin, mit bestehenden Netzwerken zusammenzuarbeiten, anstatt neue Strukturen zu schaffen. Die Evangelische Allianz, „Churches Together“, „Hope Together“ und „Share Jesus“ beteiligen sich bereits aktiv an diesem Vorhaben. Weitere Kooperationen sind im Gange, um die zahlreichen lokalen Einheitsgruppen in den Städten und Regionen einzubinden.

Das Wachstum der Bewegung hat zur Gründung von Arbeitsgruppen geführt, die sich auf Gebet, Medien, Ressourcen und öffentliche Initiativen spezialisieren. Es finden Gespräche mit der BBC und anderen nationalen Medien statt, um eine angemessene Berichterstattung über das Jubiläum vorzubereiten. Außerdem sind Projekte wie Straßenfeste, christliche Märsche und öffentliche Feiern geplant, um die Einheit der Nachfolger Christi sichtbar zu machen.

Für Mark Williamson ist jede Nation dazu aufgerufen, die Vision von JC2033 an ihren eigenen Kontext anzupassen. Im Vereinigten Königreich, wo viele sogar an der historischen Existenz Jesu zweifeln, dreht sich die Botschaft um drei Aussagen: Jesus ist real, Jesus ist relevant und Jesus ist auferstanden. Dieser kontextbezogene Ansatz ermöglicht es, an die heutigen Realitäten anzuknüpfen und gleichzeitig der grundlegenden Mission von JC2033 treu zu bleiben: gemeinsam den lebendigen Christus zu verkünden.
 

Québec: Einheit, die verwandelt

In Québec stellt Laurent Gerber fest, dass die christliche Einheit in einer stark säkularisierten Gesellschaft zunehmend zu einem Zeichen der Hoffnung wird. Seine persönliche Heilungserfahrung, die er 1992 während eines Aufenthalts in „La Maison“ in Burtigny machte, hat seinen Dienst geprägt. Heute ist er Pfarrer und Seelsorger in einem Frauengefängnis und begleitet täglich einige der gefährlichsten Insassinnen Kanadas. Dennoch weigert er sich, sie anhand ihrer vergangenen Verfehlungen zu definieren. Er entscheidet sich dafür, in jeder von ihnen eine zukünftige Zeugin Jesu Christi zu sehen.

Eine der ermutigendsten Veränderungen, die er beobachtet, betrifft die Annäherung zwischen den verschiedenen Kirchen in Québec. Früher arbeiteten die Konfessionen oft getrennt voneinander. Heute arbeiten sie verstärkt bei der Ausbildung, der Mission und der Gründung neuer Gemeinden zusammen. Die Verantwortlichen lernen, ihre Ressourcen zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Konfessionelle Grenzen verlieren angesichts der Dringlichkeit der gemeinsamen Mission zunehmend an Bedeutung.

L. Gerber betont zudem die Bedeutung persönlicher Beziehungen. Seit mehreren Jahren besucht er regelmäßig Kirchenverantwortliche und stellt ihnen zwei einfache Fragen: „Wer bist du?“ und „Wie kann ich dir helfen?“ Dieser dienstbare Ansatz ermöglicht es, echte Freundschaften aufzubauen und Vorurteile zu überwinden.

Zu den vielversprechenden Projekten gehört die Gründung einer Bibelschule für indigene Völker. Diese Initiative, die aus der Zusammenarbeit mehrerer Kirchen hervorgegangen ist, zielt darauf ab, Führungskräfte aus diesen Gemeinschaften auszubilden, damit sie ihrem eigenen Volk dienen können. Für L. Gerber hängt die Zukunft des christlichen Zeugnisses in Québec von dieser Fähigkeit ab, gemeinsam voranzugehen. Einheit ist nicht nur ein theologisches Ideal; sie wird zu einer konkreten Realität, die Beziehungen verändert und die Glaubwürdigkeit des Evangeliums stärkt.
 

Westschweiz: die «Wege der Hoffnung»

In der Westschweiz entwickelt sich die Vision von JC2033 durch eine Vielzahl lokaler Initiativen, die darauf abzielen, Einheit, Zeugnis und Feier zu fördern. Pierre-André Léchot, Pfarrer in Neuenburg, ist überzeugt, dass die Vorbereitung auf das Auferstehungsjubiläum langfristig angelegt sein muss. Deshalb regt er die Organisation regelmäßiger Aktionen an, die es den Christen ermöglichen, gemeinsam auf das Jahr 2033 zuzugehen.

Zu den bereits umgesetzten Projekten gehört eine Ausstellung zum Thema „Mahlzeiten in der Bibel“, die von mehreren Kirchen unterschiedlicher Traditionen ausgerichtet wurde. Über den inhaltlichen Aspekt hinaus hat diese Initiative dazu beigetragen, die Verbindungen zwischen den christlichen Gemeinschaften zu stärken. Ebenso mobilisieren die Vorführungen der Serie „The Chosen“ in Neuenburg eine wachsende Zahl von Kirchen für ein gemeinsames Zeugnis im öffentlichen Raum.

Die wohl originellste Initiative sind zweifellos die „Wege der Hoffnung“. Inspiriert von den Wanderungen Jesu mit seinen Jüngern laden diese vier bis sechs Kilometer langen Wanderrouten die Teilnehmenden zum Nachdenken, Beten und Besinnen ein. Jede Route umfasst vierzehn Etappen, die Bibelstellen, Gebete und spirituelle Reflexionen miteinander verbinden. In der Westschweiz gibt es bereits zehn solcher Wege, die sich leicht auf andere Regionen übertragen lassen.

Für Pierre-André Léchot fördern diese Wege nicht nur das spirituelle Wachstum, sondern auch die Begegnung. Sie schaffen Gelegenheiten für Dialog, Gastfreundschaft und Brüderlichkeit. Sie veranschaulichen deutlich, dass die Entwicklung von JC2033 in erster Linie auf lokaler Ebene stattfindet – in den Dörfern, Stadtvierteln und Städten, wo die Gläubigen lernen, einander kennenzulernen und gemeinsam Zeugnis abzulegen.

Durch diese zahlreichen Initiativen zeigt die Westschweiz, dass die Vorbereitung auf das Auferstehungsjubiläum nicht in erster Linie auf Großveranstaltungen beruht, sondern auf einer Vielzahl von Begegnungen, Projekten und Zeugnissen, die die Einheit des Leibes Christi bereits sichtbar machen.

Tragen Sie die Vision von JC2033 in Ihrem Einflussbereich voran

von Martin Hoegger