Dave Drum: Einheit als Zeugnis des Evangeliums
Für Dave Drum aus den Vereinigten Staaten sollte dieses Treffen eine Quelle der Ermutigung für in der Mission engagierte Jünger sein. Er fand dort jedoch weit mehr. Von den ersten Augenblicken an entstand eine echte Gemeinschaft zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kulturen und Traditionen. Eine Teilnehmerin, die niemanden kannte, erklärte sogar, dass diese Einheit nur durch das Wirken des Heiligen Geistes zu erklären sei.
Als er gebeten wurde, die Lage in den Vereinigten Staaten zu schildern, ging Dave Drum auf die Herausforderungen ein, denen sein Land beim Aufbau der Einheit unter den Christen gegenübersteht. Gestützt auf fünfzehn Jahre Erfahrung darin, den Leib Christi in einer tief gespaltenen Gesellschaft zusammenzuführen, teilte er mehrere Erkenntnisse aus dieser Erfahrung mit. Seiner Ansicht nach hat Gott seiner Kirche bereits alles gegeben, was sie braucht; es geht darum, auf den Herrn zu hören, ihm zu gehorchen und treu durchzuhalten.
Er verlässt Burtigny in der Überzeugung, dass Jesus Christus ausreicht, um Menschen zu vereinen, die menschlich gesehen fast nichts gemeinsam haben. Die brüderliche Liebe, die während dieses Treffens gelebt wurde, ist in seinen Augen eines der glaubwürdigsten Zeugnisse des Evangeliums.
Olivier Fleury: Beschleunigung durch Weihe und Organisation
Für Olivier Fleury, Direktor von JC2033-International, lässt sich die derzeitige Beschleunigung der Bewegung nicht auf das Streben nach Effizienz reduzieren. Sie setzt ein Leben der Hingabe und eine erneuerte Verfügbarkeit für Gott voraus. Das Reich Gottes funktioniert nach einer paradoxen Logik: Um schneller voranzukommen, muss man manchmal lernen, zu verzichten, sich zu entäußern und mit Unterscheidungsvermögen die Prioritäten wählen, die Gott vorgibt.
Das Wachstum, fügt er hinzu, beruht auf Einheit in der Vielfalt. Er greift das Bild des Apfelbaums auf, der nur dank der Arbeit der Bienen, die von Blüte zu Blüte fliegen, Früchte trägt. Diese Komplementarität veranschaulicht, wie Gott sein Werk wachsen lässt. Auch das Ehepaar ist ein Beispiel für Fruchtbarkeit, die aus der in Einheit gelebten Vielfalt entsteht.
Seiner Ansicht nach befindet sich JC2033 heute in einer Phase der Beschleunigung, die sowohl Organisation als auch Glauben erfordert. Er vergleicht diesen Fortschritt mit einer Lokomotive, die mit voller Geschwindigkeit fährt und deren Schienen erst kurz vor ihrer Durchfahrt zu erscheinen scheinen. Um dieses Wachstum bis zum Jahr 2033 fortzusetzen, hält er es für unerlässlich, solide nationale und regionale Strukturen zu schaffen, mit Verantwortlichen, die in der Lage sind, die Entwicklung der Bewegung zu begleiten. Diese Organisation muss es ermöglichen, der doppelten Berufung von JC2033 gerecht zu werden: Christus der ganzen Welt zu verkünden und zur Erfüllung des Gebets Jesu für die Einheit seiner Jünger beizutragen.
Pierre-André Léchot: Konkrete Initiativen im Dienst der Einheit
Pfarrer Pierre-André Léchot, JC2033-Botschafter in der Westschweiz, erinnert sich vor allem an die Freude, Brüder und Schwestern aus neunzehn Nationen getroffen zu haben, um gemeinsam das Jubiläum 2033 vorzubereiten. Die geringe Teilnehmerzahl erinnerte ihn an die ersten Jünger Jesu, die zwar nur wenige waren, aber vereint im Hören auf den Herrn, bevor sie bis an die Enden der Erde ausgesandt wurden.
Die Zeiten des Gebets, des Lobpreises und des Austauschs haben eine brüderliche Gemeinschaft genährt, die ihm als einer der größten Reichtümer von JC2033 erscheint. Er stellte außerdem zwei Initiativen vor, die darauf abzielen, diese Einheit zu stärken. Die erste besteht darin, die „Wege der Hoffnung“ weiterzuentwickeln, meditative Wanderwege, die in der Westschweiz immer zahlreicher werden. Die zweite Initiative sieht vor, kleine internationale Gruppen von drei Personen zu bilden, die dieselbe Sprache sprechen, damit sie sich regelmäßig per Videokonferenz treffen können, um gemeinsam zu beten und sich gegenseitig zu ermutigen.
Pierre-André war bewegt von einem Beitrag von Olivier Fleury, der weise daran erinnerte, dass die Berufung von JC2033 darin besteht, Einheit zu schaffen, anstatt bei den Wunden der Vergangenheit stehen zu bleiben.
So kehrt er mit neuer Hoffnung und dem Wunsch zurück, dass sich die Wege der Hoffnung sowie die internationalen Gebetsnetzwerke vermehren, die dazu beitragen werden, in Einheit die Feierlichkeiten von 2033 vorzubereiten.
Elodie Rasolo und Martin Hoegger
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