Von der mongolischen Steppe bis 2033

Im Herzen der Mongolei versammelte das JC2033-Treffen für Asien am 16. und 17. April 2026 300 Leiter, die von einem frischen und authentischen Glauben erfüllt waren. Sie schlossen sich zusammen, um auf das Jahr 2033 hinzuarbeiten und diesen Teil der Welt zu erwecken.

Unter der weitläufigen und prächtigen Kuppel einer Empfangsjurte des „Glory Resort“-Komplexes, eingebettet im Terelj-Nationalpark unweit von Ulan Bator, teilten begeisterte Vertreter verschiedener Konfessionen aus der Mongolei, der Schweiz, den Vereinigten Staaten, Europa und Russland ihre gemeinsame Vision.

„Alle sollen eins sein, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir … damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.“ (Johannes 17,21)

Der Aufruf ist einfach, aber gewaltig: Christen, Kirchen und Dienste auf der ganzen Welt zu mobilisieren, um im Jahr 2033 das 2000-jährige Jubiläum der Auferstehung Jesu Christi zu feiern. 

Der Ort der Begegnung selbst schien die Worte Jesu nach seiner Auferstehung widerzuspiegeln: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt, und ihr werdet meine Zeugen sein … bis an die Enden der Erde.“ (Apostelgeschichte 1,8)
 

Die Mongolei: zwischen Weite und spiritueller Suche

Als weitläufiges Gebiet, das zu den am dünnsten besiedelten der Welt zählt, blickt die Mongolei auf eine bewegte Geschichte zurück, die von Dschingis Khans geprägt ist, dem Gründer des Mongolischen Reiches im 13. Jahrhundert. Eine gigantische Reiterstatue in Tsonjin Boldog, die größte der Welt, würdigt ihn. 

Doch „alles hat seine Zeit“ (Prediger 3,1). 

Heute zählt das Land etwa 3,4 Millionen Einwohner, die 72 Nationalitäten repräsentieren. Ein Teil der Bevölkerung lebt noch immer nomadisch in den Bergen, während sich der andere Teil in der Hauptstadt konzentriert. Es ist nicht ungewöhnlich, dort zwischen modernen Hochhäusern einen Reiter in traditioneller Tracht zu sehen, der auf dem Pferd seine Einkäufe erledigt.

Die vorherrschende Religion ist nach wie vor der tibetische Buddhismus. Etwa 3 % der Bevölkerung gehören dem Islam an, auch schamanistische Traditionen bestehen fort. In den Steppen zeugen die Ovoos – mit Bändern geschmückte Anhäufungen aus Steinen und Holz – noch immer von diesen alten spirituellen Praktiken.

Und doch wächst inmitten all dessen eine andere Realität heran.

Heute gibt es in der Mongolei mehr als 50.000 Christen. Das Evangelium breitet sich mit Macht aus. Etwa 500 evangelikale Gemeinden sind aktiv, ebenso wie zahlreiche Hauskreise. In manchen Nomadenlagern wird eine einfache Jurte zum Ort der Gottesdienstfeier. Manchmal leitet eine Frau eine Gruppe von 12 bis 15 anderen, oft muslimischen Frauen, und setzt sich dabei familiären Verfolgungen aus. Ein diskreter und sehr mutiger Glaube.

Einige mongolische Pastoren, die in Europa oder den USA ausgebildet wurden, haben sich entschieden, in ihr Land zurückzukehren, um dort zu dienen. So auch Michel Bayarsaikhan, 26 Jahre alt, der sich mit 16 Jahren bekehrte. Nach seinem Studium in den USA verzichtete er auf eine vielversprechende Karriere, um dem Ruf Gottes zu folgen. Heute dient er als Leiter von „Youth with a Mission“ an der Seite seiner Frau Bairma. Während der Konferenz sorgte er unermüdlich für die Übersetzung zwischen Mongolisch und Englisch und kochte gleichzeitig Kaffee für die Teilnehmer am Empfang.

Mitten im April, dem windigsten Monat des Jahres, wurde die große Jurte des „Glory Resort“-Komplexes so zu einem wahren Ort göttlicher Gegenwart. Von morgens bis abends folgten Lobpreis, Predigten, Gebete und Zeugnisse aufeinander. Die Architektur der Jurte selbst schien die Stimmen zu verstärken: Der Klang stieg konzentriert zur zentralen Öffnung empor, wie ein Opfer, das zum Himmel getragen wird. Eine Überzeugung drängte sich auf: Der Herr lebt.

„Reiche der Erde, singt Gott, preist den Herrn!“ (Psalm 67,33)

Am Anfang dieser Bewegung stand Olivier Fleury, der 2007 eine Vision erhielt: weltweit das 2000-jährige Jubiläum der Auferstehung Christi zu feiern.

Seitdem ruft er die Christen dazu auf, sich um drei Säulen zu versammeln:

  1. Einheit: die Gläubigen über alle Unterschiede hinweg um den gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus versammeln
  2. Zeugnis: gemeinsam das Evangelium bis an die Enden der Erde verkünden
  3. Feier: dieses Jubiläum auf freudige, kreative und in der Gesellschaft sichtbare Weise zu begehen

„Das ist kein Schweizer Projekt“, sagt er: „Es ist Gottes Plan.“

Heute wächst die Bewegung stetig: Gebetsnetzwerke, Online-Treffen, die Übersetzung des Visionsbuchs in mehrere Sprachen, die Organisation von Konferenzen auf verschiedenen Ebenen, die steigende Zahl von Botschaftern… Jeder ist eingeladen, an dieser Dynamik teilzunehmen.

Ein Meilenstein: Die verschiedenen christlichen Konfessionen haben bereits ein gemeinsames Datum für die Feier von Ostern im Jahr 2033 festgelegt, nämlich den 17. April. Eine seltene Einheit, die das Ergebnis zahlreicher Dialoge ist, auch mit Verantwortlichen auf höchster Ebene der verschiedenen Konfessionen.

Auf die Frage nach dem Ziel dieses Treffens in der Mongolei antwortet Olivier Fleury schlicht: 

„Ein Feuer in den Herzen der Diener entzünden. Sie ermutigen, weiterzumachen, Jesus zu verkünden.“

Er fügt hinzu:

„Mehr als zwei Millionen Mongolen haben noch nie von Jesus Christus gehört. Aber diejenigen, die hier waren, können sich dieser Herausforderung stellen. Mit einem Lächeln … und mit der Liebe, die nur Christus geben kann.“

Und wenn…

„…der Herr vor 2033 wiederkäme?“

Die Antwort, voller Einfachheit, bringt ihn zum Lächeln:

„Dann hätte ich weniger Arbeit! Aber ansonsten wird Gott diesen Tag und diesen Ort in das Buch des Lebens eintragen.“

26. April 2026
von Alla Stambolidi
JC2033-Botschafterin in Moskau
Doktorin der Geschichte, Mitglied des Russischen Journalistenverbandes
freie Übersetzung durch das JC2033-Team
 

Werden Sie Botschafter von JC2033