Das Feiern: ein wesentlicher Bestandteil der DNA von JC2033
Für Olivier Fleury, Direktor von JC2033 International, ist das Feiern ein zentraler Bestandteil der Vision von JC2033. Die Vorbereitung auf das zweitausendjährige Jubiläum der Auferstehung bedeutet, der Einladung des Königs der Könige zu folgen und ihm das schönste Geschenk zu machen: unsere Anwesenheit und unsere Bereitschaft. Diese Feier richtet sich nicht nur an Gläubige, sondern an alle, die den auferstandenen Christus noch nicht entdeckt haben. Sie muss daher je nach Kultur unterschiedliche Formen annehmen, seien es Volksfeste, Mahlzeiten, Konzerte oder eher diskrete Zusammenkünfte dort, wo Christen verfolgt werden. Olivier Fleury lädt dazu ein, groß zu träumen, dabei aber mit den verfügbaren Mitteln zu beginnen und die Verantwortlichen im Gebet zu unterstützen. Jeder ist aufgerufen, zu erkennen, welchen Beitrag er leisten kann, damit die Welt im Jahr 2033 die Freude des lebendigen Christus entdeckt.
Die Auferstehung feiern: lernen, Gemeinschaft zu leben
Für Bischof Louis Corriveau von Joliette bedeutet das Feiern der Auferstehung nicht nur, an einer Liturgie teilzunehmen, sondern zu lernen, Gemeinschaft zu leben. Unter Bezugnahme auf den Ersten Brief an die Korinther erinnert er daran, dass es bereits in den ersten Gemeinden Spaltungen gab. Für den heiligen Paulus feiert eine gespaltene Gemeinde das Abendmahl des Herrn nicht mehr wirklich. Die Gemeinschaft mit Christus beinhaltet nämlich die Gemeinschaft unter den Gläubigen, die dazu berufen sind, seine Gegenwart zu erkennen. Der Bischof hebt diese Empfehlung des Apostels hervor: „Wartet aufeinander!“, die zum Zuhören und zur Gastfreundschaft einlädt. Diese Haltung steht im Einklang mit dem „synodalen Weg“, auf dem alle gemeinsam den Willen Gottes suchen. Anhand der Vision des Propheten Jesaja und des Bildes des für alle offenen Festmahls zeigt er, dass die Auferstehung sichtbar wird, wenn die Gläubigen Brüderlichkeit leben, jeden ohne Vorurteile aufnehmen und gemeinsam auf das Reich Gottes zugehen.
Den auferstandenen Christus feiern: gemeinsam, in der ganzen Schöpfung
Der baptistische Pastor Jérémie Dupont stellt die Feier als eine Freude dar, die man in der Gemeinschaft lernt. Sie beruht auf drei wesentlichen Realitäten: einem Volk, mit dem man feiern kann, einem Ort, an dem man sich versammeln kann, und einem Grund zur Freude. Die Christen sind dazu berufen, einen einzigen Leib zu bilden, in dem die Unterschiede angesichts ihrer gemeinsamen Zugehörigkeit zu Christus in den Hintergrund treten. Während die Versammlungsorte diese Gemeinschaft fördern, eröffnet das Kommen Jesu eine neue Perspektive: Die gesamte Schöpfung wird zu einem Ort des Lobpreises, da die Gläubigen selbst der Tempel des Heiligen Geistes sind. Im Mittelpunkt der Feier steht jedoch der Sieg des auferstandenen Christus. Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er Sünde und Tod besiegt und seinem Volk eine Zukunft der Hoffnung eröffnet. Ostern zu feiern bedeutet daher, schon heute an diesem Sieg teilzuhaben und voller Freude zu verkünden, dass Christus über die gesamte Schöpfung herrscht.
Eine Zeit der Lectio Divina: Christus feiern durch das Hören auf sein Wort
Martin Hoegger, Mitarbeiter von JC2033 International, bietet eine Einführung in die Lectio Divina an, eine betende Lektüre der Bibel, die zu einer persönlichen Begegnung mit Gott führt. Ausgehend von der Erzählung von Christi Himmelfahrt (Apg 1,6–14) sind die Teilnehmenden eingeladen, den Heiligen Geist anzurufen, die Stille zu empfangen und dann ein Wort oder einen Ausdruck aus dem Text auf ihre eigene Erfahrung beziehen zu lassen. Der Austausch in kleinen Gruppen offenbart anschließend den Reichtum der Aufrufe, die jeder aus demselben Wort empfängt. Dieser Ansatz beleuchtet drei Dimensionen im Zusammenhang mit der Vision von JC2033: Zeugen Christi zu werden durch Worte, Taten und Beziehungen; das Evangelium bis an die „Enden der Erde“ zu tragen, seien sie nah oder fern; und in einem Gebet der Gemeinschaft auszuharren, nach dem Vorbild der im Abendmahlssaal versammelten Jünger. Die Lectio Divina erscheint so als eine Weise, den auferstandenen Christus zu feiern, indem man zulässt, dass sein Wort die Menschen verwandelt und Einheit schafft.
Indem es diese vier Ansätze vereinte, zeigte das Treffen im Val de Paix, dass das Feiern der Auferstehung nicht nur darin besteht, Veranstaltungen zu organisieren. Christus zu feiern bedeutet, in der Freude seiner Gegenwart zu leben, in brüderlicher Gemeinschaft zu wachsen, sein Wort anzunehmen und gemeinsam von seiner Hoffnung Zeugnis abzulegen. In diesem Sinne lädt JC2033 die Christen ein, das Jubiläum 2033 vorzubereiten.
Martin Hoegger


